Projekt Rietveld-Stuhl der Klasse BGB 90 (April bis Juni 2010)

Betreut durch die Fachlehrer Gero Koller und Burkhard Vehlow

Gerrit Thomas Rietveld (1888 - 1964) war als Schreinermeister zunächst im Familienbetrieb tätig. Er entwickelte sich vom Schreinermeister zu einem bedeutenden Architekten und Designer.

Wesentliche Merkmale seiner Werke sind die strenge Geometrie sowie die Reduktion der Farbgebung auf die Primärfarben Gelb, Rot und Blau. Sie stellen den Versuch dar, Bildende Kunst, Design und Architektur zusammenzuführen, was bis zu einem gewissen Grade zu einer gattungssprengenden Ästhetik führte. Auch am Bauhaus wurden seine Ideen aufgegriffen.

Der Rot-Blaue Stuhl

Den Rot-Blauen Stuhl entwickelte er 1917 in seiner Grundform und baute ihn 1918 in einer ersten Ausführung mit Seitenteilen unter den Armlehnen und ohne farbige Fassung. 1919 veröffentlichte Rietveld eine Abbildung dieses Stuhls in der Zeitschrift De Stijl. Erst 1923 erhielt der Stuhl seine charakteristische Farbgebung in den Primärfarben und Schwarz.

Der Stuhl ist aus einem Brett gefertigt, das in 13 Vierkanthölzer, zwei Latten und zwei Bretter zerlegt ist. Die strenge Geometrie und die offene Struktur sollen Form-Raum-Probleme überwinden, dadurch Innenraum spürbar machen.

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